von
Sommese & Kollegen
Marktbericht
Globale Märkte Volatile Märkte
10.03.2025
Die Open-Source-Technologie ist zudem transparent. Mit knapp 600 Milliarden US-Dollar verlor der KI-Chip-Hersteller Nvidia an einem einzigen Tag mehr an Börsenwert als je eine Aktie in der Geschichte zuvor.
Auch kurz vor dem Monatsende liegen sechs Magnificent 7-Aktien im laufenden Jahr in der Verlustzone, einzige Ausnahme ist die Meta-Aktie. Der E-Autobauer Tesla verlor seit Jahresbeginn ein Viertel seines Börsenwertes. Die Verkaufszahlen entwickelten sich schlecht, was unter anderem der umstrittenen Rolle von Tesla-Chef Elon Musk in der neuen Trump-Regierung geschuldet sein dürfte.
Auch die erratischen Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump sorgten für Unsicherheit an den Märkten. Dass er weitere Zolldrohungen in verschiedene Richtungen aussprach und beim Ukraine-Krieg Positionen von Russland übernahm, verstärkte die Verunsicherung. Entgegen seinen Wahlversprechen droht seine Politik die Konjunktur zu schwächen und die Inflation wieder anzuheizen. Das US-Konsumklima verschlechterte sich. Aktien von US-Einzelhandelsunternehmen wie Walmart verzeichneten Kursverluste.
Der Dow Jones entfernte sich im Februar von dem Ende Januar fast wieder erreichten Rekordhoch von Anfang Dezember, das bei 45.073,6 Zählern lag. Andere US-Aktienindizes wie S&P-500 und Nasdaq-100 erreichten im Verlauf des Februars zunächst neue Rekorde, verloren dann aber gegenüber den Vormonaten weiter an Aufwärtsmomentum.
Angesichts der Chancen auf Verhandlungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine kam es offenbar zu ersten Umschichtungen zugunsten der europäischen Aktienmärkte. Zudem senkte die Europäische Zentralbank (EZB) im Gegensatz zur US-Notenbank erwartungsgemäß erneut ihre Leitzinsen.
Europäische Aktienindizes zeigten relative Stärke und bestätigten ihre Aufwärtstrends. Der Euro-STOXX-50 stellt mit Werten über 5.500 Punkten seinen alten Rekord aus dem Jahr 2000 ein. Auch der DAX erreichte neue Rekordhöhen.

Dax mit neuen Rekordhöhen
Quelle: Source: Finanzen.net, DRESCHER & CIE AG, 27.02.2025
Relative Schwäche zeigte dagegen weiterhin der japanische Aktienmarkt. Der populäre Nikkei-225-Index pendelte an den unteren Rand der seit Oktober vergangenen Jahres gültigen Bandbreite von 37.650 bis 40.400 Zähler zurück.
Der indische Aktienmarkt setzte einen im Oktober begonnenen Abwärtstrend fort. Der BSE SENSEX-30 rutschte erstmals seit Juni vergangenen Jahres unter 75.000 Punkte. Besser entwickelten sich im Fernen Osten die chinesischen Aktienmärkte. Der Hang Seng Index der Börse Hongkong zeigte im Februar einen Aufwärtstrend, der den Index mit knapp 24.000 Zählern auf den höchsten Stand seit Februar 2022 führte.

Nikkei-225-Index
Quelle: Source: Finanzen.net, DRESCHER & CIE AG, 27.02.2025
Während es an den klassischen Devisenmärkten bei den Hauptwährungen wenig Veränderungen gab, gerieten Kryptowährungen unter Druck. Zunächst drückten die Kryptogeschäfte von US-Präsident Donald Trump und dem argentinischen Präsidenten Javier Milei auf die Stimmung von Kryptoanlegern.
Beide Staatspräsidenten hatten für digitale Coins geworben und mutmaßlich über befreundete Unternehmen viele Millionen US-Dollar für die Digital-Coins TRUMP, MELANIA und $LIBRA eingenommen, deren Kurse danach einbrachen.
Noch größer war die Belastung durch einen Hackerangriff auf die Kryptobörse Bybit. Mutmaßlich nordkoreanischen Angreifern gelang der digitale Diebstahl von Ether im Gegenwert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Bitcoin kam erstmals seit der Rallye im November auf unter 88.000 US-Dollar zurück. Ether fiel, nachdem im Dezember 4.000 US-Dollar erreicht worden waren, auf das Niveau von Anfang November unter 2.500 US-Dollar zurück.
Der Goldpreis erreichte dagegen neue Rekordhochs über 2.900 US-Dollar pro Unze und bestätigte damit seinen Aufwärtstrend.
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