
von
Antonio Sommese
Strategie
Krisen Volatile Märkte
09.04.2025
In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie typische Anlegerfehler vermeiden, was die Geschichte der Märkte uns lehrt — und warum Ruhe und eine gute Streuung langfristig belohnt werden.
Gier in der Hausse. Panik in der Krise.
Diese Muster wiederholen sich an den Finanzmärkten immer wieder. In der Euphorie steigen Anleger spät in schon heiß gelaufene Märkte ein — in der Panik verkaufen sie dann oft zum schlechtesten Zeitpunkt.
Beispiel: Wenn die Kurse fallen, verkaufen viele Anleger, weil »alle anderen auch verkaufen«. Das nennt man Herdentrieb — ein zutiefst menschliches Verhalten, das an der Börse aber meist zu Verlusten führt.
Nehmen wir den MSCI World – einen globalen Aktienindex.
Auf Sicht von drei Jahren liegt er trotz zwischenzeitlicher Schwankungen noch immer im Plus. In den letzten fünf Jahren hat er sich sogar fast verdoppelt.
Und selbst wenn es zu Rücksetzern kommt: Wer langfristig investiert bleibt, kann auch schwere Börsenphasen gut überstehen. Denn nach der Ebbe kommt auch wieder die Flut.
Die Stiftung Warentest hat einen Zeitraum von 30 Jahren untersucht — von 1994 bis 2024. In dieser Zeit gab es mehrere große Rückschläge: Dotcom-Blase, Finanzkrise, Corona-Crash. Der schlimmste Einbruch: -56 % beim MSCI World. Doch auch diese Phase wurde überwunden — mit der nötigen Geduld.
Und: Diese Extremwerte setzen voraus, dass man zum ungünstigsten Zeitpunkt und ausschließlich in Aktien investiert war — was für die meisten Anleger nicht zutrifft.
Wer sein Vermögen klug verteilt, reduziert Risiken erheblich.
Ein paar Beispiele aus der Studie:
75 % Aktien / 25 % Anleihen:
Maximale Verluste reduziert auf 39 %. Erholungszeit 8 Jahre
50/50-Mischung:
Verluste nur noch 24 %, Erholungszeit 5 Jahre
25 % Aktien / 75 % defensiv:
Nur 16 % Verlust, Erholung nach rund 2 Jahren
Natürlich bedeutet weniger Risiko auch weniger Rendite.
Aber auch hier überzeugen die Zahlen:
Portfolioaufteilung Ø Jahresrendite (30 Jahre):
100 % Aktien 7,6 %
75 % Aktien 7,4 %
50 % Aktien 6,3 %
25 % Aktien 5,2 %
Selbst ein defensives Portfolio bringt also langfristig ansprechende Ergebnisse – ganz ohne schlaflose Nächte.
Auch der große Börsencrash von 1929 — oft als »Horrorszenario« genannt — relativiert sich bei genauer Betrachtung.
Gerd Kommer hat analysiert: Wer Dividenden mitrechnet und nicht nur den US-Markt, sondern den globalen Aktienmarkt betrachtet, kommt auf:
Maximaler Verlust: 54 % statt 90 %
Erholungszeit: nur 6 Jahre, nicht 25
Die wichtigste Erkenntnis für Anleger:
Nicht Timing entscheidet über den Erfolg, sondern Verhalten.
Bleiben Sie investiert — gerade in Krisen.
Streuen Sie Ihr Vermögen – über Anlageklassen und Regionen hinweg.
Lassen Sie sich nicht von Schlagzeilen oder Emotionen leiten.
Und vor allem: Sprechen Sie mit uns, wir stehen als erfahrene Finanzstrategen, auch in stürmischen Zeiten an Ihrer Seite.
Quelle
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