von
Sommese & Kollegen
Marktbericht
Globale Märkte Volatile Märkte
09.03.2026
Enttäuschende Quartalsberichte sorgten vereinzelt für hohe Kursverluste, so beim Zahlungsdienstleister Paypal. Auch die Aktien der sogenannten Hyperscaler Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta standen unter Verkaufsdruck. Sorgen der Anleger drehen sich weiterhin um die Frage, ob und wann sich ihre hohen Investitionen in KI-Rechenzentren amortisieren.
Der Dow Jones mit seinem höheren Anteil Old Economy kletterte zur Monatsmitte auf einen neuen Rekord bei 50.512 Punkten. Der für den Gesamtmarkt repräsentativere S&P-500-Index blieb dagegen knapp unter seinem im Januar aufgestellte Rekordhoch. Der von den großen Technologie-Konzernen geprägte Nasdaq-100-Index entfernte sich sogar weiter von seinem Rekordniveau, wenngleich der übergeordnete Aufwärtstrend auch in diesem Fall intakt blieb.
Im Monatsverlauf belasteten auch Hinweise der USNotenbank auf mögliche Inflationsrisiken und die Gefahr einer Eskalation zwischen den USA und Iran die Aktienmärkte. Von den veröffentlichten volkswirtschaftlichen Daten und Unternehmensnachrichten gingen insgesamt keine klaren Richtungsimpulse aus. Auch die kurz vor dem Monatsende veröffentlichten sehr guten Quartalsergebnisse des führenden KI-Chip-Anbieters Nvidia führten weder bei der Aktie selbst noch am Gesamtmarkt zu Kursgewinnen. Eine negative Überraschung hätte wahrscheinlich einen Kursrutsch auslösen können.
Eher gelassen reagierten die Märkte auf das neuerliche US-Zollchaos. Der Oberste Gerichtshof der USA urteilte, dass die vielen von Präsident Trump per Notstandsgesetz verhängten Zölle rechtswidrig sind. Die Hoffnungen für den Welthandel blieben aber klein, weil Trump umgehend ankündigte, das Gerichtsurteil zu umgehen. Er verhängte einfach neue Zölle.
An den europäischen Aktienmärkten setzten sich die Aufwärtstrends im Februar fort. Der Euro-STOXX-50 näherte sich erstmals bis auf wenige Punkte der Marke von 6.200 Zählern. Zu den Börsen mit höheren Kursgewinnen zählte Paris, wo der französische Leitindex CAC-40 neue Rekordhöhen über 8.600 Punkte erreichte. Der Deutsche Aktienindex DAX, seit September 2021 auch 40 Aktien umfassend, tat sich dagegen schwerer und blieb in der Nähe der 25.000-Punkte-Marke und unter seinem Rekord aus dem Januar. Das DAX-Schwergewicht SAP stabilisierte sich zwar nach den Kursverlusten der Vormonate, zeigte aber noch keine Kurserholung.

Französischer CAC-40 erreicht neue Rekordhöhen
Quelle: https://www.finanzen.net/index/cac_40/historisch | DRESCHER & CIE AG, 27.02.2026
Der japanische Aktienmarkt setzte seine Outperformance im Februar fort. Er profitierte dabei vom Wahlsieg der Liberaldemokratischen Partei (LDP) unter Premierministerin Sanae Takaichi bei den vorgezogenen Neuwahlen. Der Nikkei-225 kletterte kraftvoll auf neue Rekordhöhen über 58.000 Zähler. Die LDP-Regierung kündigte Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft an, was am Aktienmarkt positiv, am Anleihemarkt aber negativ aufgenommen wurde, weil die Maßnahmen mit neuen Staatsschulden finanziert werden sollen.
Nachdem US-Staatsanleihen zunächst darunter gelitten hatten, dass chinesische Banken ihre hohen Bestände etwas reduzierten, erholten sich Treasury-Bonds im Monatsverlauf deutlich. Dadurch fiel die Rendite von US-Anleihen mit zehn Jahren Laufzeit von über 4,25 Prozent unter 4,05 Prozent.

Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen bewegt sich in Richtung 4,0 Prozent
Quelle: https://fred.stlouisfed.org/series/DGS10, 27.02.2026
An den Devisenmärkten zeigten die wichtigsten Währungen relativ wenige Veränderungen. Der US-Dollar pendelte sich gegenüber dem Euro um 1,18 US-Dollar je Euro ein. Auffallend schwach zeigten sich Kryptowährungen. Der Bitcoin fiel kurzzeitig knapp unter 60.000 US-Dollar und damit auf den tiefsten Wert seit 2024. Bei anderen Kryptowährungen war der Kursverfall noch dramatischer.
Dagegen stabilisierten sich die Preise der Edelmetalle im Februar, nachdem es Ende Januar zu einer heftigen Kurskorrektur gekommen war. Zwar blieben Gold, Silber und Platin unter ihren Rekordhochs aus dem Januar, zeigten aber im Monatsverlauf wieder eine positive Tendenz innerhalb ihrer intakten übergeordneten Aufwärtstrends.
Quelle
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