von
Sommese & Kollegen
Marktbericht
Globale Märkte Volatile Märkte
09.02.2026
Dann allerdings ließ die Aufwärtsdynamik nach, weil das zuvor als sehr wahrscheinlich geltende Szenario von zwei weiteren US-Leitzinssenkungen zunehmend infrage gestellt wurde. Zudem sorgte US-Präsident Trump mit seinen wiederholten Besitzansprüchen auf Grönland für Unsicherheiten. Eine Übernahme der zu Dänemark gehörenden Insel auch mit militärischen Mitteln schloss er nicht aus. Dann kündigte er hohe Strafzölle gegen acht EU- und NATO-Länder an, die sich seinen Grönlandplänen entgegenstellten. Damit schien Trump seinen eigenen »Zoll-Deal« mit der EU brechen zu wollen.
Die Aussicht auf höhere und gegenseitige Zölle belastete die Aktienmärkte. Auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos zeigten sich die Europäer aber entschlossen, sich nicht erpressen zu lassen. Zudem trennten sich mehrere institutionelle Großanleger aus skandinavischen Ländern von US-Anleihen. Am Devisenmarkt geriet der US-Dollar unter Druck. Als Trump daraufhin noch in Davos in der Grönland-Frage zurückruderte, reagierten die Kapitalmärkte erleichtert.
Die Aufmerksamkeit richtete sich dann auf die USNotenbank. Deren Leitzins blieb im Januar, wie mehrheitlich erwartet, unverändert. Überrascht wurden die Märkte aber davon, dass US-Präsident Trump den früheren Direktor Kevin Warsh als Nachfolger des im Mai ausscheidenden Fed-Präsidenten Jerome Powell nominierte. Warsh gilt nicht als unkritischer Befürworter einer lockeren Geldpolitik, wie Trump sie einfordert. Mit der Nominierung von Warsh schwächten sich die Erwartungen einer sehr lockeren Geldpolitik ab. Der US-Dollar, der zuvor binnen weniger Tage von 0,86 auf 0,83 Euro gefallen war, beendete seinen Abwärtstrend zumindest vorläufig.
Die anlaufende Berichtssaison gab den Aktienmärkten insgesamt keine klare Richtung vor. Während das Wachstum der Unternehmensgewinne insgesamt erfreulich blieb, wurden vereinzelte Quartalsberichte mit Enttäuschung und deutlichen Kursverlusten aufgenommen, so bei den großen Softwarekonzernen und jeweiligen Indexschwergewichten Microsoft (USA) und SAP (Deutschland).
Die Outperformance des japanischen Aktienmarktes setzte sich zunächst noch fort. Auf die Ankündigung vorgezogener Neuwahlen reagierte die Börse Tokio mit einem Rekordhoch. Der Nikkei-225-Index kletterte Mitte Januar erstmals auf rund 54.300 Punkte. Dann belasteten Pläne der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi, Steuern zu senken und gleichzeitig die Staatsausgaben zu erhöhen, die Kapitalmärkte. Bei japanischen Staatsanleihen kam es zu einem starken Anstieg der Renditen und damit zu hohen Kursverlusten.

Neues Rekordhoch beim Nikkei-225-Index
Quelle: https://www.finanzen.net/index/dow_jones/historisch | DRESCHER & CIE AG, 03.02.2026
Die Outperformance des japanischen Aktienmarktes setzte sich zunächst noch fort. Auf die Ankündigung vorgezogener Neuwahlen reagierte die Börse Tokio mit einem Rekordhoch. Der Nikkei-225-Index kletterte Mitte Januar erstmals auf rund 54.300 Punkte. Dann belasteten Pläne der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi, Steuern zu senken und gleichzeitig die Staatsausgaben zu erhöhen, die Kapitalmärkte. Bei japanischen Staatsanleihen kam es zu einem starken Anstieg der Renditen und damit zu hohen Kursverlusten.
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